Bildungs- und Präventionsangebote

Damit wir als OJA Klostertal zeitgemäß und individuell auf die Bedürfnisse von jungen Menschen eingehen können, setzen wir uns kontinuierlich mit den vielfältigen, sich ständig verändernden und erweiternden Lebenswelten von Jugendlichen auseinander.  Mit der Vielfalt von aktuellen und wichtigen Jugendthemen haben wir die Möglichkeit, die Teilnehmer:innen aufzuklären und gegebenenfalls präventiv wirksam zu werden. Unsere Workshops werden individuell, ganzheitlich, prozessorientiert, den einzelnen Schwerpunkten und den Teilnehmer:innen in der Vorbereitung und während des Workshops angepasst. Dies ermöglicht den Jugendlichen, eigene Werte und Sichtweisen zu reflektieren und neue Perspektiven kennen zu lernen und dadurch das eigene Verhaltensrepertoire zu erweitern. Unsere Präventionsangebote setzen gezielt auf die Stärkung von jungen Menschen, um Gewalt und extremistischen Tendenzen entgegenzuwirken. Durch Workshops, Projekte und offene Gespräche sensibilisieren wir für demokratische Werte, Toleranz und ein respektvolles Miteinander. Wir fördern kritisches Denken, Konfliktlösungskompetenzen und Zivilcourage, damit Jugendliche lernen, gewaltfreie Wege der Auseinandersetzung zu finden und sich nicht von extremistischen Ideologien beeinflussen zu lassen. Unser Ansatz ist präventiv, alltagsnah und partizipativ – denn nur durch Aufklärung, Reflexion und den gemeinsamen Dialog können wir nachhaltig gegen Gewalt und Extremismus wirken.

Ob verbal, mit Fäusten oder im Netz – Mobbing hat viele Gesichter und kann alle treffen. Die Aktualität von Mobbing und Gewalt an Schulen gibt der Offenen Jugendarbeit in Kooperation mit den Mittelschulen den Auftrag, mit innovativen Wegen, jugendgerechten Ansätzen und gruppendynamischen Methoden eine qualitativ hochwertige Präventionsarbeit zu leisten und dem entgegenzuwirken. Neben theoretischen Inputs wie der Definition von Mobbing und den verschiedenen Formen von Gewalt wird in den Workshops von den Jugendarbeiter:innen in aktiver Zusammenarbeit mit den Schüler:innen anschaulich erklärt, wie das System Mobbing funktioniert. Die Jugendlichen lernen Lösungsansätze kennen, damit Mobbing erst gar nicht entsteht oder beendet werden kann. Je nach unterschiedlichen Bedürfnissen und Dynamiken der Schulklassen werden die Grundmodule angepasst, sodass verhärtete Verhaltensmuster und Haltungen überdacht, reflektiert und neu entwickelt werden können. Ein Hauptziel der Workshops ist es, dass Diversität als Ressource und positive Chance für die Gruppe erkannt wird und Umgangsformen eines gewaltfreien und respektvollen Miteinanders erlernt werden. Nach §107c StGB ist Cybermobbing in Österreich strafbar. Untersuchungen zeigen, dass in den letzten Jahren Fälle von Cybermobbing, also Mobbing im Internet, in Österreich stark zugenommen haben. Vor allem Jugendliche sind davon betroffen. Der Dachverband „koje“ hat zusammen mit allen durchführenden Offenen Jugendarbeiten im Land darauf reagiert und ein neues Zusatzangebot in Form eines Aufbauworkshops speziell zum Thema Cybermobbing geschaffen. Die Workshops sollen generell einen geschützten Raum für die Schüler:innen schaffen, um kritische, persönliche Themen sowie Probleme in der Klassengemeinschaft ansprechen zu können. Gemeinsam mit den Jugendarbeiter:innen werden speziell für den Kontext Schule konkrete Lösungsansätze erarbeitet und Anlaufstellen zum Thema Gewalt im Land aufgezeigt. Ein großes Dankeschön geht auch dieses an unseren Dachverband „koje“ für die Projektkoordination sowie an die Mobbing-Koordinationsstelle Vorarlberg und den Sozialfonds für die Finanzierung dieser wertvollen Arbeit.

Workshop Gewalt- und (Cyber-)Mobbingprävention

Jugendliche stehen oft vor vielen Fragen, Unsicherheiten und Herausforderungen – besonders wenn es um Themen wie Sexualität und Beziehungen geht. Dabei gibt es selten nur eine einzige richtige Antwort, sondern viele verschiedene Perspektiven und Wege. Letztlich handelt es sich um persönliche Themen, über die jede*r für sich nachdenken und eigene, individuelle Antworten finden sollte. Für uns ist Sexualpädagogik mehr als reine Wissensvermittlung – sie ist Teil eines größeren gesellschaftlichen Konzepts. Deshalb legen wir besonderen Wert darauf, über Werte und Normen zu reflektieren und dabei wichtige Aspekte wie Selbstbewusstsein, Selbstbestimmung, Verantwortung und ein positives Körpergefühl zu stärken sowie das Recht, „NEIN“ zu sagen, wahrzunehmen. Unsere sexualpädagogischen Workshops bieten einen offenen und geschützten Raum, in dem Jugendliche ihre Fragen und Gedanken rund um Sexualität, Beziehungen und Selbstbestimmung frei äußern können. Dabei gestalten wir die Workshops prozess- und gruppenorientiert, sodass sie sich flexibel an die Bedürfnisse und Themen der Jugendlichen anpassen. Durch jugendgerechte Methoden schaffen wir eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der alle die Möglichkeit haben, ihre Anliegen unbefangen mit unseren dafür qualifizierten Referent*innen zu besprechen.

Workshop Klipp&Klar - Sexualpädagogik